daniela.simkova
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Posted: Sat Oct 06, 2007 8:49 am Post subject: Slowakei: Fico: Euro um jeden Preis |
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Die Regierung ordnet diesem Ziel alles andere unter.
PRESSBURG (tha/ku). Noch nie wurde in der Slowakei so angespannt auf eine Auskunft des EU-Statistikamtes Eurostat gewartet. Es geht um eine definitive Klärung, was schlussendlich ins Budgetdefizit einzurechnen ist und was nicht, wenn im 2008 Frühjahr die Reife der Slowakei für die Einführung des Euro beurteilt wird.
Diesem Ziel will die slowakische Regierung alles unterordnen. Kein Tag vergeht, an dem nicht abwechselnd Regierungschef Robert Fico oder sein Finanzminister Ján Pociatek beteuern, man werde schlimmstenfalls alle Vorhaben zusammenstreichen, damit nur ja das Wunschdatum 1.1.2009 für die Euro-Einführung außer Zweifel stehe – egal, was von außen noch alles an neuen Zusatzhürden aufgestellt werde.
Laut vor drei Wochen durchgesickerten Eurostat-Analysen hatte die Slowakei ihr Budgetdefizit bisher falsch berechnet. Da die Finanzen der öffentlich-rechtlichen Medien (Rundfunk und Fernsehen) und der Nationalen Autobahngesellschaft NDS nicht berücksichtigt wurden, sei das tatsächliche Minus im Jahr 2006 um 0,7 Prozentpunkte größer als der offizielle Wert von 3,39 Prozent. Auch das heurige Defizit – geplant sind 2,9 Prozent – müsste nach oben revidiert werden. Der offizielle Bericht von Eurostat dazu liegt aber noch nicht vor.
Allein schon die Gerüchte hatten aber gereicht, um nicht nur Regierung und Nationalbank, sondern auch die Finanzmärkte nervös zu machen und die Landeswährung ins Trudeln zu bringen. Jahrelang war die Slowakische Krone in einem Höhenflug. Seit aber die Eurostat-Gerüchte auftauchten, fällt die slowakische Währung gegenüber dem Euro sogar in einer Phase, in der die sonst relativ parallel laufende Tschechische Krone und andere Nachbarwährungen weiter aufwerten.
BA-CA: „70 Prozent Chance“
Die Ökonomen der BA-CA (UniCredit) sehen nun eine 80-prozentige Chance, dass die Slowakei im ersten Halbjahr 2008 alle Maastricht-Kriterien erfüllen. Bisher hatte das Land vor allem mit der Inflation ein Problem. Diese fiel aber im August auf 1,2 Prozent – woraus sich ein Zwölf-Monats-Durchschnitt von 2,37 Prozent ergibt. Die Messlatte für die Euro-Reife liegt laut BA-CA-Berechnungen derzeit bei 2,56 Prozent. |
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